Datenrettung unter Windows: gelöschte Dateien wiederherstellen
Ein Ordner fehlt, der Papierkorb ist leer oder die Festplatte wird nicht erkannt. So prüfen Sie unter Windows die vorhandenen Kopien und entscheiden, ob ein Rettungsversuch sinnvoll ist.
0151 1206 0778Die kurze Antwort
Wenn unter Windows Dateien fehlen, schreiben Sie möglichst nichts mehr auf das betroffene Laufwerk. Prüfen Sie bei einem unauffällig laufenden Computer zuerst Papierkorb, vorhandene Backups und gegebenenfalls den OneDrive-Papierkorb. Ist die einzige Kopie gelöscht, installieren Sie auf diesem Laufwerk keine Rettungssoftware. Bei einer klackernden Festplatte, einem Sturz oder wiederholten Verbindungsabbrüchen beenden Sie die Nutzung. Eine Datenrettung kann gelingen, lässt sich vor einer Prüfung aber nicht zusagen.
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Was ist verschwunden, und wo lag es?
Notieren Sie den Namen einer fehlenden Datei und den Ordner, in dem sie zuletzt lag. War das ein Dokument auf dem Laptop, ein Ordner auf einer USB-Festplatte oder eine Datei in OneDrive? Diese Unterscheidung bestimmt den nächsten Schritt. Der Papierkorb eines Cloud-Dienstes und der Windows-Papierkorb sind getrennte Orte.
Wenn Windows normal arbeitet und kein Laufwerksfehler vorliegt, suchen Sie im Explorer nach dem Dateinamen. Kontrollieren Sie auch, ob Sie mit dem gewohnten Benutzerkonto angemeldet sind. Ein leerer Schreibtisch allein beweist noch keinen Datenverlust. Wurde die Datei in einer anderen Anwendung geöffnet, kann deren Liste der zuletzt verwendeten Dateien einen Hinweis auf den Speicherort geben.
Geht es ausschließlich um Bilder von einer Speicherkarte oder aus dem Bilderordner, führt unser Ratgeber zur Fotorettung unter Windows durch die passenden Fälle. Für einen Apple-Computer gibt es die Anleitung zur Datenrettung am Mac.
Wann Sie den Computer oder die Festplatte ausschalten sollten
Eine einzelne versehentlich gelöschte Datei auf einem sonst unauffälligen Computer ist ein anderer Fall als ein Laufwerk, das während des Lesens verschwindet. Brechen Sie eigene Versuche ab, wenn eine Festplatte klackert, nach einem Sturz nicht mehr erkannt wird oder ständig Lesefehler meldet. Öffnen Sie das Gehäuse der Festplatte nicht.
Auch die Aufforderung, einen Datenträger vor der Verwendung zu formatieren, ist kein Grund, dem zuzustimmen. Wenn darauf die einzigen Kopien wichtiger Unterlagen liegen, sollten zuerst die Rettungsmöglichkeiten geklärt werden. Das gilt ebenso für Initialisieren und Reparaturversuche mit schreibenden Werkzeugen wie CHKDSK.
Fehlen Dateien auf dem Windows-Systemlaufwerk und gibt es keine Sicherung, fahren Sie den PC herunter. Prüfen Sie Cloud und Sicherungsunterlagen von einem anderen Gerät aus. Jeder Download und auch der normale Windows-Betrieb können weitere Schreibvorgänge auslösen.
Sie sind unsicher, welcher Fall vorliegt? Beschreiben Sie das Gerät und die genaue Meldung in einer Rückrufanfrage. Lassen Sie den betroffenen Datenträger bis zur Einschätzung möglichst unbenutzt.
Papierkorb und OneDrive prüfen
Im Windows-Papierkorb
Öffnen Sie den Papierkorb auf dem Desktop und suchen Sie nach Name oder Löschdatum. Wählen Sie die gesuchte Datei aus und verwenden Sie im Rechtsklick-Menü „Wiederherstellen“. Windows legt sie wieder am ursprünglichen Ort ab. Leeren Sie den Papierkorb nicht während Ihrer Suche.
Auf der OneDrive-Website
Melden Sie sich auf einem anderen Gerät direkt bei Ihrem OneDrive-Konto an und öffnen Sie dort den Papierkorb. Wählen Sie die fehlenden Dateien und anschließend „Wiederherstellen“. Bei persönlichen Microsoft-Konten beträgt die Aufbewahrung normalerweise 30 Tage, bei Geschäfts- oder Schulkonten normalerweise 93 Tage; dort können andere Vorgaben gelten. Nur online gespeicherte Dateien müssen nicht im lokalen Papierkorb stehen. Microsoft beschreibt die Unterschiede in der Anleitung zum OneDrive-Papierkorb.
War das Dokument noch vorhanden, aber inhaltlich überschrieben, prüfen Sie bei einer in OneDrive gespeicherten Office-Datei den Versionsverlauf. Damit suchen Sie eine frühere Fassung, statt nach einer gelöschten Datei zu suchen.
Dateien aus einer vorhandenen Sicherung holen
Mit dem Dateiversionsverlauf
Der Dateiversionsverlauf hilft, wenn er schon vor dem Verlust eingerichtet war und den betroffenen Ordner gesichert hat. Nachträgliches Einschalten holt keine früheren Dateien zurück.
- Schließen Sie das bisher verwendete Sicherungslaufwerk an Ihren ansonsten normal arbeitenden Windows-PC an.
- Öffnen Sie im Explorer den übergeordneten Ordner der fehlenden Datei.
- Wählen Sie am Ordner per Rechtsklick „Vorherige Versionen wiederherstellen“. Je nach Windows-Ansicht steht dies unter „Weitere Optionen anzeigen“.
- Öffnen Sie einen Stand von vor dem Verlust und prüfen Sie seinen Inhalt.
- Verwenden Sie nach Möglichkeit „Wiederherstellen in …“, um die gefundenen Dateien zunächst an einem anderen Ort abzulegen.
Das verhindert, dass Sie bei der Wiederherstellung versehentlich eine noch benötigte aktuelle Fassung ersetzen. Die Schritte und Voraussetzungen erklärt Microsoft unter Sichern und Wiederherstellen mit Dateiversionsverlauf.
Auf einer anderen Kopie
Denken Sie auch an den alten Computer, eine Sicherungsfestplatte und bereits verschickte E-Mail-Anhänge. Fragen Sie bei gemeinsam bearbeiteten Dokumenten nach, ob jemand eine Kopie hat. Halten Sie fest, von welchem Datum diese stammt. Eine wiedergefundene Rechnung aus dem Vorjahr ersetzt nicht automatisch die zuletzt bearbeitete Datei.
Wann Windows File Recovery infrage kommt
Microsoft bietet mit Windows File Recovery ein Werkzeug für lokale Datenträger an. Es arbeitet über die Befehlszeile; Quell- und Ziellaufwerk müssen verschieden sein. Für Cloud-Dateien ist es nicht vorgesehen. Nutzen Sie für gerettete Dateien einen separaten Datenträger und installieren Sie das Werkzeug nicht auf dem Laufwerk, von dem die einzige Kopie fehlt. Die Herstelleranleitung zu Windows File Recovery beschreibt die passenden Suchmodi.
Wer bei Laufwerksbuchstaben oder der Auswahl von Quelle und Ziel unsicher ist, sollte hier Hilfe hinzuziehen. Ein Versuch auf dem falschen Laufwerk kostet Zeit und kann die weitere Arbeit erschweren. Bei einem beschädigten Datenträger gehört zunächst geklärt, ob eine lesende Kopie, ein sogenanntes Image, sinnvoll und noch möglich ist. Das Original sollte dann für weitere Versuche geschont werden.
Warum SSD und Verschlüsselung Grenzen setzen
Bei einer SSD können TRIM und die interne Speicherbereinigung freigegebene Daten entfernen. Ein schneller Start eines Rettungsprogramms garantiert deshalb keinen Erfolg. Entscheidend ist der tatsächliche Zustand des Speichers. Kingston erklärt den Zusammenhang zwischen TRIM und Speicherbereinigung.
Verlangt Windows einen BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel, suchen Sie diesen von einem anderen Gerät aus. Er kann im Microsoft-Konto, als Ausdruck oder bei der verwaltenden Organisation hinterlegt sein. Gleichen Sie die Schlüssel-ID mit der Anzeige am PC ab. Ein Wiederherstellungsprogramm ersetzt diesen Schlüssel nicht. Folgen Sie der Microsoft-Anleitung zur Schlüsselsuche, bevor Sie Hardware oder Systemeinstellungen verändern.
„Diesen PC zurücksetzen“ und eine Neuinstallation sind keine Schritte zur Rettung der einzigen Datenkopie. Microsoft unterscheidet die Folgen der verschiedenen Windows-Wiederherstellungsoptionen. Klären Sie die Datensicherung, bevor Sie eine solche Option verwenden.
Hilfe bei Datenverlust in Kiel vorbereiten
Für die erste Einschätzung brauchen wir vor allem eine genaue Beschreibung. Halten Sie diese Angaben bereit:
- Welcher Computer und welcher Datenträger sind betroffen?
- Wann waren die Dateien zuletzt sichtbar, und was geschah danach?
- Welche Fehlermeldung erscheint, möglichst im genauen Wortlaut?
- Gibt es Backups, Cloud-Kopien oder einen alten Computer?
- Welche Programme oder Reparaturversuche wurden bereits ausgeführt?
Senden Sie keine Passwörter, Wiederherstellungsschlüssel oder privaten Dokumente über das Kontaktformular. Für den ersten Kontakt reichen die Fehlerbeschreibung und Ihre Rückrufdaten.
Computerhelfer Kiel bietet Hilfe bei Datenverlust zu Hause in Kiel und im Einsatzgebiet. Am Telefon besprechen wir, ob Unterstützung vor Ort passt oder ein spezialisiertes Datenrettungslabor erforderlich wäre. Unsere Preise und Bedingungen beziehen sich auf den Vor-Ort-Service; Laborarbeiten müssten gesondert geklärt werden. Eine Rettungsquote lässt sich ohne Prüfung nicht seriös nennen.
Wenn Ihre Dateien wieder verfügbar sind, prüfen Sie einige Dokumente vollständig und legen Sie eine zweite Kopie an. Unser Ratgeber Fotos und Dokumente sichern erklärt, wie Sie künftig auch nach einem Defekt oder einem versehentlichen Löschen an Ihre Unterlagen kommen.
Häufige Fragen
Kann ich Dateien nach dem Leeren des Windows-Papierkorbs wiederherstellen?
Prüfen Sie zuerst eine Sicherung und den Papierkorb Ihres Cloud-Dienstes. Ohne Kopie hängt die Rettung davon ab, ob die ursprünglichen Daten noch lesbar sind. Auf einer SSD können bereits bereinigte Speicherbereiche eine Wiederherstellung verhindern.
Hilft die Windows-Systemwiederherstellung bei gelöschten Dokumenten?
Die Systemwiederherstellung setzt Systemeinstellungen zurück und ist kein Backup Ihrer persönlichen Dateien. Für ein gelöschtes Dokument sind Papierkorb, Dateiversionsverlauf, Cloud-Versionen oder eine andere vorhandene Sicherung die passenden Anlaufstellen.
Sind meine Dateien weg, wenn Windows einen BitLocker-Schlüssel verlangt?
Die Aufforderung bedeutet zunächst, dass das Laufwerk gesperrt ist. Suchen Sie den passenden Wiederherstellungsschlüssel, etwa in Ihrem Microsoft-Konto oder bei der zuständigen IT. Setzen Sie den Computer nicht zurück, um die Abfrage loszuwerden.
Was kostet Hilfe bei Datenverlust in Kiel?
Die Bedingungen für unseren Vor-Ort-Service finden Sie auf der Preisseite. Am Telefon können Sie den Fehler zunächst kostenlos schildern. Ob eine Wiederherstellung möglich ist und ob ein spezialisiertes Labor nötig wäre, muss für den jeweiligen Datenträger geklärt werden.
Passende Hilfe in Kiel
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