Gelöschte Fotos wiederherstellen unter Windows
Urlaubsbilder fehlen auf dem PC oder die Kamera-Speicherkarte soll formatiert werden. So suchen Sie vorhandene Kopien und vermeiden Fehler bei der Fotorettung unter Windows.
0151 1206 0778Die kurze Antwort
Nutzen Sie eine betroffene Speicherkarte oder Festplatte nicht weiter. Nehmen Sie keine neuen Fotos auf und bestätigen Sie keine Formatierung. Auf einem sonst unauffälligen Windows-PC prüfen Sie Papierkorb, Bilderordner, Cloud und Backups. Rettungsprogramme kommen erst danach infrage, wenn der Datenträger stabil lesbar ist. Speichern Sie gefundene Bilder immer auf einem anderen Datenträger. Bei Schäden oder wiederholten Lesefehlern sollten Sie den Versuch beenden und den Fall prüfen lassen.
Auf dieser Seite
- Fehlen die Bilder auf dem PC oder auf der Speicherkarte?
- Die SD-Karte ab jetzt unverändert lassen
- Papierkorb, Cloud und andere Kopien durchsuchen
- Ein Foto-Backup unter Windows wiederherstellen
- Wann ein Fotorettungsprogramm helfen kann
- Gerettete Bilder auf Vollständigkeit prüfen
- Unterstützung bei der Fotorettung in Kiel
Fehlen die Bilder auf dem PC oder auf der Speicherkarte?
Überlegen Sie, wann Sie die Bilder zuletzt gesehen haben. Direkt auf der Kamera, nach dem Import auf dem Laptop oder in einer Cloud? Wenn Sie Fotos aus einer App entfernen, ist daraus allein noch nicht ersichtlich, wo die ursprünglichen Bilddateien lagen.
Auf einem normal laufenden PC können Sie den Bilderordner, das bisherige Importziel und bei Bedarf OneDrive prüfen. Suchen Sie im Explorer nach einem bekannten Dateinamen. Haben Sie die Bilder von einer Kamera importiert, kontrollieren Sie auf einer intakten Karte den Ordner „DCIM“. Erstellen Sie bei noch vorhandenen Bildern zuerst eine Kopie auf einem anderen Datenträger.
Fehlen zugleich Dokumente oder ganze Ordner, ist unser Ratgeber zur Datenrettung unter Windows die passendere Ergänzung. Die Fotorettung am Mac erklärt die Wege über Apples Fotos-App.
Die SD-Karte ab jetzt unverändert lassen
Nehmen Sie die Karte aus der ausgeschalteten Kamera und legen Sie sie beiseite. Verwenden Sie für weitere Aufnahmen eine andere Karte. Probieren Sie weder eine Formatierung in der Kamera noch die Windows-Aufforderung zum „Reparieren“ als ersten Rettungsschritt aus.
Die Grundregel gilt auch für einen USB-Stick oder eine externe Festplatte: Neue Dateien können noch vorhandene Bilddaten überschreiben. Wird die Karte ungewöhnlich heiß, erscheint sie nur zeitweise oder scheitert jeder Leseversuch, hören Sie auf. Mehrere Programme nacheinander auf denselben auffälligen Speicher loszulassen ist keine verlässliche Diagnose.
Sind es die einzigen Fotos einer Hochzeit oder einer verstorbenen Person, lohnt sich eine Einschätzung vor dem ersten eigenen Scan. Über eine Rückrufanfrage können Sie schildern, was passiert ist. Lassen Sie die betroffene Karte bis dahin unbenutzt.
Papierkorb, Cloud und andere Kopien durchsuchen
Gelöschte Bilddateien im Windows-Papierkorb
Öffnen Sie den Papierkorb und sortieren Sie nach Löschdatum oder Dateiname. Wählen Sie die Fotos aus und verwenden Sie „Wiederherstellen“. Kontrollieren Sie danach den ursprünglichen Ordner. Bei einer Kamera-Speicherkarte sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass gelöschte Bilder im Windows-Papierkorb liegen.
Bilder aus OneDrive
Melden Sie sich im Browser bei dem Microsoft-Konto an, mit dem die Fotos synchronisiert wurden. Prüfen Sie den Online-Papierkorb, auch wenn der lokale Papierkorb leer ist. Wählen Sie gefundene Bilder aus und stellen Sie sie wieder her. Für persönliche Konten nennt Microsoft normalerweise 30 Tage Aufbewahrung. Die Herstelleranleitung zum OneDrive-Papierkorb erläutert die Unterschiede bei anderen Konten.
Wenn Sie weitere Fotodienste nutzen, prüfen Sie deren Papierkorb direkt auf der jeweiligen Website. Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Dienst. Eine in OneDrive fehlende Datei muss nicht auch bei einem anderen Anbieter fehlen.
Alte Geräte und verschickte Bilder
Schauen Sie auf dem alten Laptop und auf Sicherungsfestplatten nach. Vielleicht liegen Bilder noch auf der ursprünglichen Kamerakarte oder wurden als E-Mail-Anhang verschickt. Fragen Sie auch bei Personen nach, denen Sie die Fotos gesendet haben. Prüfen Sie bei solchen Kopien die Auflösung: Ein über einen Messenger geteiltes Bild kann kleiner sein als das Kameraoriginal.
Ein Foto-Backup unter Windows wiederherstellen
War der Bilderordner vor dem Verlust über den Dateiversionsverlauf gesichert, können Sie einen älteren Ordnerstand öffnen. Rechtsklicken Sie im Explorer auf den ursprünglichen Ordner, wählen Sie „Vorherige Versionen wiederherstellen“ und prüfen Sie eine Fassung von vor dem Löschen. Über „Wiederherstellen in …“ lassen sich Bilder zunächst an einen anderen Ort holen, ohne den aktuellen Ordner zu ersetzen. Microsoft beschreibt die Funktion im Ratgeber zum Dateiversionsverlauf.
Ein erst jetzt eingerichtetes Backup holt keine bereits verschwundenen Fotos zurück. Entscheidend ist, welche Dateien beim letzten Sicherungslauf enthalten waren. War die externe Fotofestplatte nicht angeschlossen oder nicht Teil der Sicherung, muss sie gesondert betrachtet werden.
Wann ein Fotorettungsprogramm helfen kann
Lesbare Speicherkarte ohne Sicherung
Programme zur Fotorettung suchen nach noch vorhandenen Bilddaten. Sie können nur finden, was auf dem Speicher noch lesbar ist. Für eine beschädigte oder instabil erkannte Karte ist ein langer eigener Suchlauf ungeeignet. In solchen Fällen sollte zuerst geklärt werden, ob eine lesende Arbeitskopie möglich ist.
Für einen eigenen Versuch auf einem stabilen Datenträger brauchen Sie Platz auf einem separaten Laufwerk. Laden Sie das Werkzeug auf den intakten Computer, nicht auf die betroffene Karte. Prüfen Sie vor dem Start zweimal, welches Gerät die Quelle ist und wohin die Ergebnisse geschrieben werden.
Windows File Recovery
Das Microsoft-Werkzeug verwendet Laufwerksbuchstaben und Suchfilter. Bei FAT- und exFAT-Karten ist laut Hersteller der Modus „Extensive“ vorgesehen. Ein Beispiel für JPEG-Bilder von einer intakten Karte mit dem Buchstaben E: auf ein separates Ziellaufwerk F: lautet:
winfr E: F: /extensive /n *.jpg /n *.jpeg
Übernehmen Sie das Beispiel nur, wenn die Buchstaben tatsächlich zu Ihren Geräten gehören. Die Anleitung zu Windows File Recovery erklärt weitere Filter. RAW- und andere Bildformate benötigen eine gesonderte Prüfung.
PhotoRec
PhotoRec von CGSecurity ist ein freies Werkzeug, das unter anderem Bilddaten auf Speicherkarten suchen kann. Es liest die Quelle und schreibt Funde in einen ausgewählten Zielordner. Dieser muss außerhalb des betroffenen Datenträgers liegen. Es gibt keine Zusage, dass jedes Bildformat oder jede beschädigte Datei gerettet wird.
Lesen Sie vor dem Start die PhotoRec-Schrittanleitung. Die Geräteauswahl muss stimmen. Wenn Sie den Unterschied zwischen physischem Datenträger und Partition nicht sicher erkennen, lassen Sie sich dabei helfen.
Gerettete Bilder auf Vollständigkeit prüfen
Eine Liste mit vielen Treffern kann neben Originalen auch Vorschaubilder und beschädigte Dateien enthalten. Öffnen Sie Fotos aus verschiedenen Aufnahmezeiträumen in voller Größe. Prüfen Sie diese Punkte:
- Ist das ganze Bild sichtbar, auch der untere Bildbereich?
- Passt die Auflösung zum erwarteten Kameraoriginal?
- Sind wichtige Aufnahmen und zusammengehörige Bildserien vorhanden?
- Lassen sich zugehörige Videos vollständig abspielen?
Sortieren Sie zunächst Kopien der Ergebnisse. Bewahren Sie den unbearbeiteten Rettungsordner auf, bis Sie die Sammlung geprüft und zusätzlich gesichert haben. Der frühere Ordnername oder die Sortierung kann bei einer Suche nach Dateiinhalten fehlen. Diese Nacharbeit ist bei der Zeitplanung zu berücksichtigen.
Auf SSDs können freigegebene Bereiche durch interne Bereinigung bereits verloren sein. Eine große Trefferzahl ist auch dort kein Beweis für vollständige Originale. Der allgemeine Windows-Ratgeber zur Datenrettung erklärt diese Grenze.
Unterstützung bei der Fotorettung in Kiel
Für den ersten Kontakt genügt eine Beschreibung: Wo lagen die Fotos, was wurde gelöscht oder formatiert, und wurde danach weiter fotografiert? Notieren Sie die Bezeichnung der Karte oder Festplatte sowie alle bereits verwendeten Programme. Senden Sie keine privaten Bilder über das Kontaktformular.
Computerhelfer Kiel bietet Vor-Ort-Hilfe bei Datenverlust in Kiel und im Einsatzgebiet. Wir besprechen zunächst, ob Unterstützung beim Suchen vorhandener Kopien oder beim weiteren Vorgehen vor Ort passt. Ein beschädigter Datenträger kann ein spezialisiertes Labor erfordern; Umfang und Kosten wären gesondert zu klären. Für unseren Vor-Ort-Service gelten die Angaben auf der Preisseite.
Mit der Anleitung Fotos und Dokumente sichern richten Sie nach der Rettung eine zusätzliche Kopie ein. Möchten Sie Bilder vom alten auf den neuen Computer übernehmen, finden Sie Hilfe unter Daten übertragen.
Häufige Fragen
Kann ich Fotos von einer formatierten SD-Karte retten?
Das kann je nach Art der Formatierung und Zustand der Karte möglich sein, ist aber nicht sicher. Verwenden Sie die Karte nicht weiter und nehmen Sie keine neuen Bilder auf. Bei Lesefehlern oder Abbrüchen sollten Sie eigene Scans beenden.
Soll ich die SD-Karte formatieren, wenn Windows dazu auffordert?
Nein, solange Sie die darauf gespeicherten Bilder noch benötigen. Brechen Sie die Aufforderung ab. Formatieren stellt die fehlenden Fotos nicht wieder her und verändert den Datenträger.
Warum zeigt ein gerettetes Foto nur ein kleines oder halbes Bild?
Ein Suchprogramm kann Vorschaubilder oder unvollständige Dateireste finden. Eine Trefferliste beweist deshalb nicht, dass das Original vollständig gerettet wurde. Prüfen Sie die tatsächliche Bildgröße und öffnen Sie die Datei vollständig.
Gibt es kostenlose Programme zur Fotorettung unter Windows?
Windows File Recovery von Microsoft und das freie PhotoRec sind mögliche Werkzeuge für geeignete, lesbare Datenträger. Sie benötigen einen anderen Speicherort für die Ergebnisse und einen sicheren Umgang mit Quelle und Ziel. Einen Erfolg garantiert keines der Programme.
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