Laptop kaufen: Worauf Einsteiger achten sollten
Welcher Laptop passt, hängt davon ab, wofür Sie ihn nutzen. Wir erklären, wann Windows, Mac, Chromebook oder Tablet sinnvoll ist, welche Ausstattung wirklich zählt und wie lange ein Gerät Updates bekommt.
0151 1206 0778Die kurze Antwort
Entscheiden Sie zuerst, wofür Sie den Laptop nutzen wollen, und erst danach über das Gerät. Für die meisten Einsteiger gilt bei der Ausstattung:
- SSD statt Festplatte, mindestens 256 GB, besser 512 GB
- Arbeitsspeicher: mindestens 8 GB, für viele Jahre Nutzung besser 16 GB
- Mattes Display in 14 oder 15 Zoll mit Full-HD-Auflösung
- Gute Tastatur, passende Anschlüsse und ein Gewicht, das Sie gern tragen
- Update-Zeitraum prüfen: Das Gerät muss noch lange Sicherheitsupdates bekommen
Kaufen Sie kein Gerät, das schon heute kein unterstütztes Betriebssystem mehr ausführen kann, auch wenn es im Angebot ist.
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Zuerst: Wofür brauchen Sie den Laptop?
Schreiben Sie auf, was Sie damit tun möchten. Typische Antworten sind:
- E-Mails, Surfen, Online-Banking, Videotelefonate mit der Familie
- Briefe schreiben, Unterlagen ausdrucken und einscannen
- Fotos ansehen, sortieren und vielleicht bearbeiten
- Ein bestimmtes Programm, zum Beispiel eine Steuersoftware, Ahnenforschung oder ein Programm für den Verein
Ist ein bestimmtes Programm unverzichtbar, prüfen Sie zuerst, auf welchen Systemen es läuft. Das entscheidet oft schon die Frage nach Windows oder Mac.
Überlegen Sie auch, was bereits im Haushalt ist. Wer ein iPhone hat, kommt mit einem Mac oder iPad oft leichter zurecht. Wer seit Jahren Windows nutzt, findet sich in Windows 11 schneller ein als in einem neuen System.
Windows, Mac, Chromebook oder Tablet?
Windows-Laptop
Hier ist die Auswahl an Geräten und Programmen am größten, und fast jeder Drucker funktioniert damit. Achten Sie darauf, dass Windows 11 vorinstalliert ist. Geräte mit einem Snapdragon-Prozessor laufen ebenfalls mit Windows 11, ältere Programme oder Druckertreiber funktionieren darauf aber nicht immer. Fragen Sie nach, wenn Sie ein bestimmtes Programm brauchen.
Mac
Ein Mac ist einfach zu bedienen und arbeitet gut mit iPhone und iPad zusammen. Die Auswahl ist kleiner, und Zubehör braucht oft einen Adapter, weil Macs meist nur USB-C-Anschlüsse haben. Kaufen Sie keinen Mac mit Intel-Prozessor mehr, auch nicht gebraucht: Apple hat angekündigt, dass diese Geräte keine neuen macOS-Versionen mehr bekommen.
Chromebook
Ein Chromebook arbeitet vor allem im Browser. Es startet schnell und braucht kaum Pflege. Für E-Mails, Surfen, Videotelefonate und einfache Texte reicht das gut. Klassische Windows-Programme laufen darauf nicht, und manche älteren Drucker werden nicht unterstützt.
Tablet mit Tastatur
Ein iPad oder Android-Tablet mit Tastaturhülle ist leicht und intuitiv, besonders für Apps, Fotos und Videotelefonate. Für längere Briefe, das Ordnen vieler Dateien oder spezielle Programme ist ein Laptop meist angenehmer.
Welche Ausstattung wirklich zählt
Speicher: SSD, mindestens 256 GB
Eine SSD ist ein schneller Speicher ohne bewegliche Teile. Sie entscheidet stärker als der Prozessor darüber, wie flott sich ein Laptop im Alltag anfühlt. 256 GB sind das Minimum, mit 512 GB haben Sie Platz für Fotos und Updates über viele Jahre. Steht im Datenblatt "eMMC" statt SSD, ist der Speicher langsamer und meist knapp bemessen.
Arbeitsspeicher: 16 GB für viele Jahre
8 GB reichen heute für E-Mails, Browser und Textverarbeitung. Wer den Laptop sechs Jahre oder länger nutzen möchte, nimmt 16 GB. Bei vielen flachen Laptops ist der Arbeitsspeicher fest verlötet und lässt sich später nicht erweitern.
Display: groß genug und matt
14 Zoll sind ein guter Kompromiss aus Bildschirmgröße und Gewicht. 15 bis 16 Zoll sind angenehmer für die Augen und haben oft einen Ziffernblock, wiegen aber mehr. Achten Sie auf Full HD (1920 × 1080) oder mehr.
Ein mattes, entspiegeltes Display spiegelt Fenster und Lampen kaum. Das ist bei Tageslicht am Küchentisch ein deutlicher Vorteil. Glänzende Displays wirken im Laden brillanter, spiegeln zu Hause aber stark.
Tastatur
Probieren Sie die Tastatur möglichst selbst aus. Gut ist ein deutlicher Tastenanschlag, eine Beleuchtung hilft am Abend. Achten Sie bei Bestellungen im Internet auf ein deutsches Tastaturlayout (QWERTZ mit Umlauten).
Gewicht und Akku
Bleibt der Laptop meist auf dem Schreibtisch, spielt das Gewicht kaum eine Rolle. Nehmen Sie ihn oft mit oder tragen ihn durch die Wohnung, ist ein leichteres Gerät deutlich angenehmer. Die Akkulaufzeit aus dem Prospekt wird im Alltag meist nicht ganz erreicht.
Anschlüsse
Überlegen Sie, was Sie anschließen möchten:
- USB-A (der breite, ältere Stecker) für vorhandene USB-Sticks, Maus oder Drucker
- USB-C zum Laden und für neueres Zubehör
- HDMI, wenn Sie Fotos am Fernseher zeigen oder einen größeren Bildschirm anschließen wollen
- Kartenleser, wenn Sie Fotos von einer Kamera übertragen
Fehlt ein Anschluss, geht es auch mit Adapter. Am Schreibtisch ist das in Ordnung, unterwegs vergisst man ihn leicht.
Wie lange bekommt das Gerät Updates?
Ein Laptop ohne Sicherheitsupdates sollte nicht mehr für Online-Banking oder E-Mails genutzt werden. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, wie lange Updates kommen.
Windows: Neue Geräte mit Windows 11 erhalten Updates, solange Microsoft die jeweilige Windows-Version unterstützt. Vorsicht bei älteren oder gebrauchten Geräten mit Windows 10: Erfüllen sie die Anforderungen für Windows 11 nicht, bekommen sie keine Sicherheitsupdates mehr (siehe Windows 10: Support beendet).
Mac: Apple nennt keinen festen Zeitraum. Ein aktuelles Modell erhält erfahrungsgemäß viele Jahre neue macOS-Versionen. Fragen Sie beim Kauf nach dem Erscheinungsjahr des Modells.
Chromebook: Google gibt Chromebooks bis zu 10 Jahre Updates, gerechnet ab dem Erscheinen der Geräteplattform, nicht ab Ihrem Kaufdatum. Ein Modell, das schon lange verkauft wird, hat einen Teil dieser Zeit bereits hinter sich. Das genaue Enddatum steht in Googles Liste der Chromebook-Modelle und am Gerät in den Einstellungen unter "Über ChromeOS".
Wo kaufen?
Im Fachgeschäft können Sie Tastatur, Display und Gewicht selbst ausprobieren. Ein Recht auf Rückgabe gibt es im Laden nicht, nur wenn der Händler es freiwillig anbietet. Fragen Sie danach, bevor Sie bezahlen.
Bei Bestellungen im Internet haben Sie in der Regel 14 Tage Widerrufsrecht. Nutzen Sie diese Zeit, um das Gerät in Ruhe auszuprobieren. Achten Sie auf Marktplätzen darauf, wer der tatsächliche Verkäufer ist und wo er seinen Sitz hat.
Für Mängel gilt bei neuen Geräten die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren. Bei gebrauchten oder aufbereiteten Geräten darf ein Händler sie auf ein Jahr verkürzen. Eine Herstellergarantie ist freiwillig und kommt zusätzlich hinzu.
Typische Fehler beim Kauf
Nach dem Prozessor-Namen kaufen. Für Einsteiger zählen SSD, Arbeitsspeicher und Display im Alltag mehr als die genaue Prozessorbezeichnung.
Ein altes Modell im Abverkauf nehmen, das kein aktuelles Betriebssystem mehr bekommt oder kurz vor dem Ende seiner Updates steht.
Zusatzpakete an der Kasse mitnehmen, etwa Abos für Virenschutz oder "PC-Optimierung". Windows und macOS bringen einen eigenen Schutz mit.
Das alte Gerät zu früh zurücksetzen oder weggeben. Übertragen und prüfen Sie zuerst Ihre Daten (siehe Datensicherung).
Wenn Sie nicht weiterkommen
Datenblätter sind für Einsteiger schwer zu vergleichen, und im Laden bleibt oft wenig Zeit für Fragen. Es hilft, vor dem Kauf mit jemandem zu sprechen, der weiß, wie Sie den Laptop nutzen wollen.
Wir beraten Sie unabhängig vom Hersteller und kommen in Kiel und im Einsatzgebiet in der Umgebung zu Ihnen nach Hause. Auf Wunsch richten wir das neue Gerät ein und übertragen Ihre Daten vom alten. Mehr dazu unter Kaufberatung, Daten übertragen und Preise. Ist Ihr jetziger Laptop nur langsam, lesen Sie vorher unseren Ratgeber Laptop langsam.
Weiterführende Quellen
Häufige Fragen
Ist ein gebrauchter Laptop eine gute Idee?
Das kann sich lohnen, wenn das Gerät von einem Händler mit Gewährleistung kommt und noch einige Jahre Updates erhält. Prüfen Sie vor allem, ob ein Windows-Laptop Windows 11 offiziell unterstützt und wie alt das Modell ist.
Brauche ich Microsoft Office auf dem neuen Laptop?
Nicht unbedingt. Office ist meist nicht vollständig enthalten, oft nur als Testversion. Für Briefe und Tabellen gibt es auch kostenlose Programme, und manches lässt sich im Browser erledigen.
Kann ich meine Daten vom alten Laptop mitnehmen?
Ja. Fotos, Dokumente, E-Mails und Lesezeichen lassen sich übertragen, Programme müssen auf dem neuen Gerät neu installiert werden. Sichern Sie Ihre Daten vor dem Umzug, und setzen Sie das alte Gerät erst zurück, wenn alles angekommen ist.
Brauche ich einen Touchscreen?
Für die meisten Menschen nicht. Ein Touchscreen kann praktisch sein, wer aber vor allem mit Tastatur und Maus arbeitet, nutzt ihn selten. Häufig spiegeln Touch-Displays stärker als matte Bildschirme.
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